Allgemein

Wärme fließt laut dem ersten Gesetz der Thermodynamik immer von hohen Temperaturen hin zu niedrigen Temperaturen. Die Wärmeübertragung findet durch Leitfähigkeit, Konvektion oder Strahlung statt. Die Antriebskraft hierbei ist die Temperaturdifferenz. Die Wärmeübertragungsmechanismen, Konvektion und Strahlung sind bei der Raumerhitzung anzuwenden. Im Gegensatz zur Konvektion wird bei der Wärmeübertragung durch IR-Strahlung kein Übertragungsmedium benötigt. Bei Infrarotheizung wird die Wärme direkt an Objekte abgegeben, danach geben die Objekte Wärme an die Umgebungsluft ab.

Erwärmung durch Konvektion

Im Heizungs- bzw. Saunabau beruhen die meisten Erwärmungsmethoden auf Konvektion, d. h. die Umgebungsluft wird erwärmt und eine Luftströmung entsteht. Um den Isolationsverlust durch die Luftströmung auszugleichen muß die Lufttemperatur höher sein.

Erwärmung durch Strahlung

Erwärmung durch Strahlung ist ein Heizungsmechanismus, wobei Strahlungsenergie direkt Objekte und Personen erwärmt. Die Infrarotstrahlen erwärmen die Haut und dadurch wird die Wärme direkt durch die Durchblutung über den Körper verbreitet. Aus diesem Grund ist es durch die Strahlungsintensität bedingt möglich, sich bei niedrigen Lufttemperaturen angenehm warm zu fühlen.

Die Infrarotstrahlung ist in 3 Wellenbereiche unterteilt

Wir unterscheiden Infrarot A, B und C. Die Strahlung des gesamten IR-Bereich wird in nm (Nanometer) gemessen:

Infrarot A: 780 bis 1400 nm = kurzwellige IR-Strahlung
Infrarot B: 1400 bis 3000 nm = mittelwellige IR-Strahlung
Infrarot C: über 3000 nm = langwellige IR-Strahlung

Kurzwellige Infrarotstrahlen (IR-A) dringen ca. 40 mal tiefer in die Haut ein als langwellige IR-C Strahlung. Ihre Eindringtiefe in die Haut beträgt bis zu 4 mm. So werden die tiefer liegenden, stärker durchbluteten Hautschichten erfasst und der Körper von Innen erwärmt (Jogging-Effekt). Dies bewirkt ein noch intensiveres Schwitzen und somit eine effiziente Entschlackung.

Langwellige Infrarotstrahlen (IR-C, IR-B) erzeugen diese Tiefenwirkung nicht, sondern erwärmen nur die oberste Hautschicht (0 - 0,5 mm). Somit dauert es deutlich länger bis sich ein Wärmeempfinden einstellt.

Damit wir von Infrarot Tiefenwärme sprechen können, muss eine Möglichkeit bestehen Infrarot A-Strahlung zu erzeugen.

                               

Infrarot-TypEindringtiefeWellenlänge
IR-A:ca. 4 bis 5 mm780 bis 1400 nm
IR-B:ca. 2 mm1400 bis 3000 nm
IR-C:0,1 mmüber 3000 nm